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Am 7. Juli 2021 erscheint "Der Pfeiler der Gerechtigkeit"

 

Würzburg 1574

 

Durch Zufall landet das Rosinenbrot des Bäckerlehrlings Simon, das eigentlich für das Mädchen seines Herzens, die Apothekertochter Julia, bestimmt war, auf dem Teller des mächtigen Fürstbischofs Julius Echter. Dieser hat nur eine einzige Schwäche, die er sich zudem äußerst selten zugesteht: Süßgebäck.

 

Simon hat es schwer bei seinem gewalttätigen Stiefvater und dessen gehässigen Sohn Wulf. Als die Streitigkeiten eskalieren, muss er Würzburg verlassen und erlernt im fernen Venedig die Kunst der Zuckerbäckerei. Jahre später kehrt er zurück, übernimmt die Backstube des Juliusspitals und gewinnt die Freundschaft des unnahbaren Fürstbischofs. Doch Wulf setzt alles daran, ihm zu schaden. Als durch Zufall das Testament von Simons leiblichem Vater auftaucht, erfährt der junge Bäcker, dass er um sein Erbe betrogen wurde. Vor Gericht kämpft er um das Vermächtnis seines Vaters und löst damit eine Lawine des Unheils aus, die droht, alle, die ihm lieb und teuer sind, zu verschlingen…

 

Julius Echter von Mespelbrunn

Julius Echter von Mespelbrunn ist eine sehr umstrittene Persönlichkeit. Halten die einen ihn für einen Hexenbrenner, sehen andere in ihm einen klugen, sozial denkenden und gerechten Menschen. Ohne den Fürstbischof gäbe es kein Juliusspital, und die Wiederbelebung der Universität ist ebenso ihm zu verdanken. Ohne Echter gäbe es weder die vielen Baudenkmäler, noch die nach ihm benannten Kirchtürme. Der Fürstbischof gründete unzählige Schulen, erließ eine neue Kirchenordnung und ordnete die Gerichtslandschaft neu.

 

 

Der Getreue des Herzogs

 

1498: Den Küchenjungen Johannes Greiner und den Grafensohn Ulrich verbindet seit ihrer Kindheit in Tübingen eine enge Freundschaft, als Ulrich zum Herzog von Württemberg ernannt wird. Während Ulrich zum mächtigen Regenten aufsteigt, studiert Johannes Medizin und verliebt sich in Sophie, die Enkelin des Tübinger Vogts, Konrad Breuning. Doch ihr Großvater hat sie dem eiskalten Rat, Ambrosius Volland, versprochen. Johannes und Sophie halten trotzdem heimlich aneinander fest. Über die Jahre treibt der Herzog sein Land in den Ruin, und es kommt zum Aufstand, den er blutig niederschlägt. Unterdessen verschwindet Sophie spurlos. Ulrich legt sich schließlich mit dem Schwäbischen Bund und dem Kaiser an, und Johannes findet sich in einer von Mord, Intrigen und Zweifel geprägten Welt wieder, der auch Sophies Großvater zum Opfer fällt. Kurz vor seinem Tod gibt er Sophies Geheimnis preis, und für Johannes beginnt eine Odyssee quer durch das Reich …

 

Der Roman wurde für den Homerpreis 2021. nominiert.

67 historische Romane wurden eingereicht - 10 hatten es auf die Liste geschafft!

 

 

 

Fragen und Antworten zur Nominierung für den Homerpreis 2021

 

 

1. Wissen Sie noch, wie Ihnen die Idee zum Buch kam?

 

Ja, natürlich, ich stamme ja selbst aus Württemberg und wollte nach dem ersten historischen Roman, der ebenso im Ländle spielt, einen weiteren dort ansiedeln. Den Ausschlag gab schließlich mein Mann: „Mach doch was über Ulrich“, schlug er vor. Gesagt, getan.

 

2. Wie entstand der Protagonist/Protagonistin?

 

Da ich jahrelang in der Labordiagnostik gearbeitet habe und von Haus aus Pharmazeutisch-technische Assistentin bin, lag es nahe, meinen Protagonisten Arzt sein zu lassen. Krankheiten und Kräuter sind sozusagen mein Ding 😉 Johannes sollte aber nicht von Haus aus dem reichen Bürgertum entstammen, sondern seinen Weg vom ärmeren Kind zum Studenten und schließlich Arzt machen. Es gab ja zu dieser Zeit bereits Stipendien.

 

3. Gab es eine besondere Entdeckung während der Recherche zum Thema?

 

Ja, und zwar wie viel ich wieder über Württemberg gelernt habe. Scherz beiseite, man lernt ja immer viel bei den Recherchen. Was mir tatsächlich nicht bewusst war, ist die Tatsache, dass Ulrich, der in die Geschichte als Wüterich eingegangen ist, die Reformation in seinem Land eingeführt hat. Viele haben ihn nur als eiskalten Herrscher in Erinnerung. Und noch etwas wurde mir bewusst: Den Vater von Tübingens OB Boris Palmer nannte man wegen seiner deftigen Ausdrucksweise, und weil der Bürgerrechtler auch sehr unbequem war, schon in meiner Kindheit „Remstal-Rebell.“ Ich hatte nie darüber nachgedacht, ja, gut, der Mann stammte aus selbiger Gegend, aber sonst? Da das Remstal sich auch schon zu Zeiten Herzog Ulrichs rebellisch und aufrührerisch verhielt und von dort aus die Aufstände gegen ihn durch den Tagelöhner Peter Gaiß ihren Anfang nahmen, wurde mir klar, dass der Spitzname mit den längst vergangenen Zeiten zu tun hatte.

 

4. Hätten Sie sich vorstellen können, dass Ihre Geschichte für den HOMER nominiert wird, als Sie Ihre Buchidee das erste Mal beim Verlag vorgestellt haben?

 

 Nein, aber gehofft natürlich schon. Wer würde das nicht tun? J

 

5. Macht es für Sie einen Unterschied, live vor Ort oder Online zu lesen?

 

Ja, auf jeden Fall. Es macht so viel Freude, wenn man während der Lesung die Stimmung und die Blicke der Zuhörer auffangen und danach mit den Leuten direkt sprechen kann und Bücher signieren darf. Natürlich ist es möglich, auch online mit den Interessierten zu reden, aber die Atmosphäre ist eine gänzlich andere.

 

Ulrich I. von Württemberg

Herzog Ulrich I. von Württemberg wurde schon in jungen Jahren vorzeitig von Kaiser Maximilian für volljährig erklärt und übernahm die Herrschaft. Seine Heirat mit Sabina von Bayern, einer Nichte des Kaisers, war wie damals üblich rein politisches Kalkül. Die beiden konnten sich nicht ausstehen, und Ulrich favorisierte die Tochter seines Erbmarschall, Ursula. Durch seine zunehmende Verschwendungssucht beschwor Ulrich einen Aufstand herauf, der als "Armer Konrad" in die Geschichte eingegangen ist.  Es kam zum Tübinger Vertrag, der aber den Bauern kaum eine Verbesserung ihrer Situation brachte.  Die zunehmenden Streitigkeiten mit seiner Frau, seine Liebschaft zu Ursula, die seinen Stallmeister geheiratet hatte und seine stetig ansteigenden Schulden, brachten das Fass zum Überlaufen. Ulrich wurde vom Kaiser mit der Acht belegt, was ihn nicht kümmerte. Erst als er die Reichsstadt Reutlingen überfiel, war er gezwungen, ins Exil zu gehen. Württemberg fiel unter Habsburger Herrschaft, und es kam zu einem erneuten Bauernaufstand, den Ulrich mehrfach nutzte, um sein Land zurückzugewinnen, was nicht gelang. Erst fünfzehn Jahre später eroberte Ulrich sein Land zurück und führte die Reformation in Württemberg ein.

 


Die Erleuchtung der Welt

 

Heidelberg, 1427. Die zwölfjährige Helena wird von ihrem Vater an einen brutalen Winzer verschachert, doch ihr gelingt die Flucht, und sie wird von Nonnen aufgenommen. Das Schicksal lässt sie zur Vertrauten der Kurfürstentochter Prinzessin Mechthild von der Pfalz werden, und Helena eröffnet sich eine völlig neue Welt. Sie begegnet dem jungen Medizinstudenten Toman und verliebt sich Hals über Kopf. Doch sie kehrt ihm den Rücken, als Mechthild Graf Ludwig von Württemberg ehelicht, und folgt ihr nach Stuttgart und Urach. Während Mechthild Jahre später in zweiter Ehe Erzherzogin von Österreich wird, verliebt sich Helena in den Falschen. Dann taucht ihr ehemaliger Peiniger wieder auf und trachtet ihr nach dem Leben. Als es schließlich auch noch zum Bruch zwischen den beiden Frauen kommt, pilgert Helena nach Rom, um alles hinter sich zu lassen. Doch beunruhigende Nachrichten aus der Heimat lassen sie nach fast fünf Jahren zurückkehren. Auf der Rückreise trifft sie jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hat …

 

mechthild von der pfalz

Seit 13. Februar 2019 ist der der historische Roman "Die Erleuchtung der Welt" , im Buchhandel erhältlich. Inspiriert zu diesem Buch hat mich die Person von Mechthild von der Pfalz, deren Geburtstag sich am 7. März 2019 zum 600. Mal jährt. Mechthild von der Pfalz war eine einflussreiche Persönlichkeit und die Mutter von Graf Eberhard im Bart, der die Universität Tübingen gründete. Geboren in Heidelberg als Tochter von Kurfürst Ludwig III. heiratete sie 1436 den Württemberger Grafen Ludwig I. Nach der Teilung des Landes 1442 wurde Urach zur Residenzstadt des Grafenpaares. Als Ludwig 1450 starb, zog Mechthild nach Schloss Böblingen, zwei Jahre später ehelichte sie Erzherzog Albrecht VI. von Österreich und verlegte ihren Wohnsitz nach Schloss Rottenburg. Die kleine Stadt am Neckar gehörte damals zu den österreichischen Vorlanden. 1463 wurde sie zum zweiten Mal Witwe und Schloss Rottenburg zu einem Musenhof für Dichter und Musiker. Mechthild von der Pfalz gilt als eine herausragende Persönlichkeit ihrer Zeit, die Kunst und Literatur förderte. Manche sagen sogar, sie brachte den Humanismus nach Württemberg. 1482 starb die Fürstin in ihrem Geburtsort Heidelberg. Heute ruht sie neben ihrem ersten Gatten im Chor der Stiftskirche TübingenStele in Bad Urach

Werkstattbericht

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